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Was ist eine gesetzliche Betreuung?

Das Tätigkeitsprofil eines Betreuers

Unter einem Betreuer wird im Allgemeinen eine Person verstanden, die einen anderen Menschen pflegt oder sich um diesen kümmert. Dieses Verständnis des Begriffs Betreuer ist jedoch nur bedingt auf gerichtlich bestellte Betreuer anwendbar. Das Betreuungsrecht definiert die Tätigkeit eines gerichtlich bestellten Betreuers in § 1901 Abs. 1 BGB. Hiernach umfasst eine Betreuung alle Tätigkeiten, die zur rechtlichen Besorgung der Angelegenheiten des Betreuten notwendig sind. Sie ist demnach als bedarfsbezogene Rechtsfürsorge zu verstehen und faktische Tätigkeiten fallen regelmäßig nicht in den Tätigkeitsbereich eines gerichtlich bestellten Betreuers. So kommen beispielsweise bei Pflegebedürftigkeit eines Betreuten und der Übertragung des entsprechenden Aufgabenkreises die Organisation eines Pflegedienstes, die dafür notwendigen Rechtsgeschäfte und die Kontrolle der Durchführung der Pflege als Tätigkeiten in Betracht, nicht aber die faktischen Handlungen zur Pflege selbst.