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Was ist eine gesetzliche Betreuung?

Für wen kann ein Betreuer eingesetzt werden?

Eine gerichtlich bestellte Betreuung kommt ausschließlich für Volljährige in Betracht, die psychisch krank sind und/oder bei denen eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung vorliegt. Für Minderjährige kann nur eine Betreuung angeregt werden, wenn diese das 17. Lebensjahr vollendet haben. Weiter muss die Annahme bestehen, dass eine Betreuung bei Eintritt der Volljährigkeit erforderlich ist. Sie wird allerdings erst mit der Volljährigkeit des Betroffenen wirksam. Des Weiteren muss eine rechtliche Handlungsunfähigkeit bestehen oder zumindest drohen. Diese ist aus zwei Gründen denkbar. Zum einen aufgrund von Geschäftsunfähigkeit und zum anderen aufgrund einer tatsächlichen Handlungsunfähigkeit. Sind alle bisherigen Voraussetzungen erfüllt, muss noch eine ursächliche Bindung zwischen der Krankheit oder Behinderung und der rechtlichen Handlungsunfähigkeit bestehen. So reicht die Diagnose einer schweren Krankheit alleine für eine Betreuerbestellung durch das Gericht nicht aus. Auch die bloße Unfähigkeit zur Erledigung der eigenen Angelegenheiten ist im rechtlichen Sinne nicht genügend. Ausschlaggebend ist vielmehr die Auswirkung der Krankheit und/oder Behinderung auf die Fähigkeiten des Betroffenen.